20 Jahre Klaus Tschira Stiftung

Klicken Sie sich durch unsere Geschichte

Gründung

Ein neuer Stern am Stiftungshimmel

Am Freitag, den 22. Dezember 1995, gründete der Physiker Klaus Tschira mit privatem Vermögen die Klaus Tschira Stiftung als gemeinnützige GmbH. Heute zählt die KTS zu den größten gemeinnützigen Stiftungen Europas, die mit privaten Mitteln ausgestattet wurden. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung mehr als 325 Millionen Euro Fördermittel und Sachspenden vergeben (Stand April 2015).

Klaus Tschira und Beate Spiegel
Klaus Tschira und Beate Spiegel

Die Klaus Tschira Stiftung fördert Naturwissenschaften, Mathematik sowie  Informatik und möchte die Wertschätzung für diese Fächer in der Gesellschaft steigern. Hierzu entwickelte Klaus Tschira mit seinen Mitarbeitern drei Förderschwerpunkte: Bei Kindern und Jugendlichen möchte die Stiftung das Interesse an Naturphänomenen und –wissenschaften wecken und fördern. In universitären und außeruniversitären Einrichtungen werden Forschungsprojekte unterstützt. Um die Wissenschaftskommunikation voran zu bringen, fördert die KTS u.a. die Kommunikationskompetenz von Wissenschaftlern. In allen Bereichen verwirklicht die Stiftung eigene Projekte, vergibt aber auch Fördermittel.

Villa Bosch in Heidelberg
Villa Bosch, Sitz der KTS

In den ersten Jahren betrieb Geschäftsführer Klaus Tschira die Stiftung neben seiner SAP-Vorstandstätigkeit. Nach seinem Wechsel in den SAP-Aufsichtsrat arbeitete Klaus Tschira mit ganzer Kraft für seine Stiftung. Seit dem 1. Juli 1997 unterstützte ihn Beate Spiegel, die erste Stiftungs-Mitarbeiterin, beim Aufbau der KTS. Am 1. Juli 2011 wurde sie Mit-Geschäftsführerin. Am 31. März 2015 starb Klaus Tschira unerwartet. Seine beiden Söhne Harald Tschira und Udo Tschira sichern als Geschäftsführende Gesellschafter die Zukunft der Stiftung. Beate Spiegel hat weiterhin die operative Geschäftsführung inne.

Der erste öffentliche Auftritt der Stiftung war am 11. Juli 1997 die Einweihung der Heidelberger Villa Bosch. Diese hatte Klaus Tschira bereits 1994 als künftigen Sitz für seine Stiftung erworben. In der Villa lebte einst der Chemie-Nobelpreisträger (1931) Carl Bosch. Von 1967 bis 1995 betrieb der Süddeutsche Rundfunk hier das Studio Heidelberg-Mannheim, bevor dieses in das neue Studio in Mannheim umzog. Das Studio wurde später umgebaut und modernisiert. Heute dient es als Tagungszentrum.

Das Logo der Klaus Tschira Stiftung zeigt die Lösung des Neun-Punkte-Problems. Die Aufgabe besteht darin, die in einem Quadrat angeordneten Punkte durch vier gerade Linien zu verbinden, ohne den Stift  abzusetzen. Nur wer hier über die Grenzen des Quadrats hinaus denkt, findet die Lösung. Außerhalb eines  vorgegebenen Rahmens zu denken – das ist auch der KTS wichtig, um ihre Stiftungsziele zu erreichen.

Klaus Tschira gehört zu den herausragenden Stiftern in Deutschland. Seine Stiftung steht mit ihrer fokussierten Arbeit beispielhaft für erfolgreiches Stiftungswirken.

Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär, Bundesverband Deutscher Stiftungen (Januar 2015)